Biografie

Mein Leben, ein riesiges Abenteuer!

Beginn: 20.9.1938 – 9:15 Uhr, Wolkersdorf im Weinviertel

Spätestens nach meinen künstlerischen Ergüssen auf Scheunentoren und Kellertüren in meiner Jugend, die mir zunächst nicht nur Bewunderung einbrachten, war klar, dass ich zum Künstler geboren war. Immer neugierig, strebte ich in jedem Bereich der Kunst die Meisterschaft an.

Zum Glück fand ich einen Lehrmeister Josef Träger, der meine Kreativität erkannte und förderte. Er lehrte mich das Drechseln und die Elfenbeinschnitzerei und schickte mich nebenbei auf die Akademie der Bildenden Künste als Gastschüler. Mit 21 Jahren legte ich meinen Meisterprüfung mit Erfolg ab, und begann zunächst mit dem Broterwerb, da ich meine Familie mit zwei Söhnen erhalten musste. Mit einer Mitarbeiterin begann ich in einem Hühnerstall mit der Produktion von 5.000 Kalebassenpfeifen, letztendlich wurden es 80.000. Nebenbei arbeitete ich für Prof.Hagenauer in Wien und fertigte Kunsthandwerk vor allem Tierplastiken aus Edelserpentin für Bernstein im Burgenland an.

In dieser Zeit entstand meine erste Sphärenkugel aus Elfenbein, mit der ich in Kunstkreisen Aufsehen erregte. Meine ersten Ausstellungen führten mich nach Strassburg, Zürich und Rom. Ich wollte den Menschen die Geschichte des Edelserpentins und der Region des Abbaus und der Verarbeitung in Bernstein im Burgenland näher bringen. So reifte in mir immer mehr der Wunsch ein Museum als Gesamtkunstwerk zu schaffen. Das Felsenmuseum entstand in Privatinitiative.

Wie Puzzleteilchen fügen sich die Teile zum Ganzen, aus der Kleinplastik wurden 1991 Großplastiken aus Schrott, immer mit einem Augenzwinkern entstanden Persönlichkeiten aus Legende und Kirche, ein Klangschiff, Tiere, Menschen aus meiner Ortschaft, Szenen aus dem Landleben, denn meiner Heimat, dem Weinviertel bleibe ich immer verbunden. Deshalb schuf ich auch im Schloss Wolkersdorf in den alten Stallungen mit meiner eigenen Hände Kraft ein Atelier, in dem ich in Ruhe arbeiten kann.

Schaffenspausen gab´s nie. In meinen Mußestunden widme ich mich der Musik, Erbe meines Vaters, selbst Musiker. Er hatte mich aufs Konservatorium geschickt, aber ich verspürte eher den Drang zu Jazz als zu Fingerübungen. Ich orientierte mich an Größen wie Gulda. So entstand auch eine CD, “Sonne, ich bin dein Mond”.

Nun hatte ich noch immer nicht alle Facetten der Kunst ausgeschöpft, war da noch die Malerei, die Lyrik und die Fotografie. Als Schüler von Prof. H. C. Berann unternahm ich mit ihm eine Studienreise in die Provence und Toskana und malte.

Vor 25 Jahren erwarb ich eine Bernsteindrechselei mit viel altem Rohbernstein. Vor allem faszinierten mich die Einschlüsse im Bernstein. Diese Faszination wollte ich weitergeben, so erlernte ich das Fotografieren im Microbereich, nachdem ich mich vorher an das Objekt herangeschliffen hatte. Es entstanden sensationelle Fotos, die die Schriftsteller Karin und Günter Haug in ihrem Buch “Der Bernsteinmagier”, www.gmeiner-verlag.de, präsentieren. Zahlreiche Ausstellugen im In-und Ausland folgten.

So wurde ich 2002 mit meinen Eisenskulpturen und 2006 mit meinen überdimensionalen analogen Bernsteininclusenfotos zur Biennale Austria nach Kärnten eingeladen.

Bin selbst gespannt, was noch alles kommt!