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Ertrunken im Harz Im gelben Saft der Bäume kleben geblieben. Erstarrt in meiner Schönheit, die niemand kennt. Ertrunken im Harz. Auferstanden nach Millionen Jahren, bei einem, der mich sehen kann, in einer neuen Dimension, in der auch er vergeht. Ich schlag mit meinen Hämmern und bieg dich dann zurecht bis du neu geboren als Abbild unserer Zeit. Nun bist du neu um wieder alt zu werden auch wenn du vorher anderen schon gedient. Hast du einer Blume die Hand gegeben? Einem Blinden die Augen gestreichelt? Einer Seele von Gott erzählt? Wenn ja, welch Glück für dich! Die neue Dimension Harz vom Baume rinnt – eine Mücke sich verklebt – konserviert für viele Ewigkeiten. Durch meine Linse seh ich dich von Angesicht zu Angesicht. Um dich noch besser zu erschaun schleif ich mich näher an dein Grab. Als ich dein ganzes Sein erblickt war es wie ein Auferstehen in meinem Bild! In einer neuen Dimension– nach vielen Ewigkeiten. Habt den Erkenntnisbaum gefällt, jetzt steht ihr da und glotzt wie Idioten, glaubt immer noch die Säge sei dran schuld. Fuhrmann des Lichts. Glasklar hell mein Kopf. Wolkenlupen im Regenbogenspiel, Taulichter im frischen Gras. Dies alles in einen Topf. Sonne ich bin dein Mond! Das Staunen der Welt Mein Aug dringt in dein Bild hinein – will schweigend dich nur schaun. Lass dich weiter ruhn. Sonne scheint zu dir hinein spiegelt sich im Licht. An deiner Pracht kann sich die Welt erbaun in deinem goldenen Grab. Quarz, Bernstein, Diamant Könnte ich Zöpfe flechten mit den Farbbändern des Lichts, dann wäre ich im Quarz, im Bernstein, ja sogar im Diamant zuhause. Was nützen schweigende Verbündete, wenn keiner mit keinem spricht? Wo sind die Harlekins, die der Welt die Dummheit freudig zeigen? Unsere Welt begehrt Stummsein! Ändern sich der Menschen Sinne? Die fetten Jahre sind vorbei! Zuneigung für den Schwachen ist nur noch Hohn. Unsere Fingerabdrücke beginnen zu verlöschen. Lachend wird der Clown jetzt weinen, inszeniert vielleicht ein neues Spiel. Lacht doch! Ihr seid der Selbsttäuschung entkommen. Was du in den Händen hast sind Blumen, was du auf deinem Rücken trägst ist Schicksal, und in deinem Kopf – da sitzt dein Ich. Was du andern Gutes tust, das ist – für dich! So ging ich in eine andere Dimension, um Dich zu suchen. Neues zu erfahren. Vom Licht zu lernen. Vom Wasser zu hören, wie ein Kind in Mutters Schoß schon hören kann, was außerhalb sich regt. Was reif ist drängt zum Licht. Ich werde suchen bis zum Jüngsten Tag! Ode an mein Land In unserer Wüste da blühen roter Moon, Getreide und der Wein. Felder liegen wie Spielkarten auf den Boden gestreut. Am Wegrand, wo noch alte Grenzsteine an Müh und Plag erinnern, tummelt sich der letzte Rest der Schöpfung. Hasen, Rehe, Kleingetier, auch Jäger in großer Zahl gibt´s hier. Wegschau´n hab ich jetzt gelernt, vor´m Bauern zieht man noch den Hut, s´wird immer enger hier in diesem Land. Raps wird auch bald wieder blühen. Um dies Farbenwunder zu begreifen, genügt ein einzig Blick ins Land. Wie die Farbpalette eines Malers, der hier malt mit seiner Hand, ein eigenartig Licht prägt dieses Land schön ist dieses Farbenband Der Bernsteinmagier So ging ich in eine andere Dimension, um Dich zu suchen. Neues zu erfahren. Vom Licht zu lernen. Vom Wasser zu hören wie ein Kind in Mutters Schoß schon hören kann, was außerhalb sich regt Was reif ist drängt zum Licht Ich werde suchen Bis zum Jüngsten Tag! Glasklar Im gelben Honiglicht Seh ich dich. Nach dreißig Millionen Oder noch mehr an Jahren, als Beweis für den Beweis, den jeder sucht keiner doch verstehen kann. Wozu verstehen? Wozu Beweis? Nach dreißig Millionen Oder mehr an Jahren ... | ||
| © Otto Potsch |
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